Der Integrationspreis 2026 der Landeshauptstadt Düsseldorf mit dem Lions Club Düsseldorf-Carlstadt wurde zum neunten Mal vergeben

Am ersten Juli-Wochenende zeigte sich Deutschland in seinen Gegensätzen:
Während sich in Erfurt beim Parteitag der Rechtsextremen radikale Kräfte durchsetzten, feierte Düsseldorf beim Frankreichfest kulturelle Vielfalt, spielten Die Toten Hosen vor tausenden Menschen in der Arena – und im Foyer des Düsseldorfer Schauspielhauses wurden Menschen ausgezeichnet, die sich Tag für Tag ehrenamtlich für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen. 

Unter den Gästen war auch der Vorstand des Haus der Kulturen e.V. in Düsseldorf vertreten. Seine Teilnahme knüpfte an die Eröffnung der neuen Räume wenige Tage zuvor an. Mit dem Haus der Kulturen ist in Düsseldorf ein neuer Ort entstanden, der Menschen unabhängig von Herkunft zusammenbringt, gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht und Raum für Begegnung, Kultur und gemeinsames Engagement schafft – ein ermutigendes Signal für eine vielfältige und demokratische Stadtgesellschaft und Unternehmerschaft. 

Die Beigeordnete der Landeshauptstadt für Kultur, Integration und Gesundheit, Miriam Koch, griff diese Gleichzeitigkeit in ihrer Laudatio mit einem Seitenblick nach Erfurt auf und zitierte – wie am Vorabend auch Die Toten Hosen bei ihrem Konzert – aus dem Song Schrei nach Liebe der Die Ärzte, einem musikalischen Statement gegen Rechtsextremismus und Intoleranz. 

„Zusammenhalt durch Haltung! Engagement für ein demokratisches Miteinander“ – unter diesem Leitgedanken machte der Integrationspreis 2026 sichtbar, wie Demokratie im Alltag entsteht: durch Menschen, die Verantwortung übernehmen, Brücken bauen und sich langfristig für ihre Nachbarschaften engagieren. 

Mit dem Integrationspreis würdigen die Landeshauptstadt Düsseldorf und der Lions Club Düsseldorf-Carlstadt bereits zum neunten Mal ehrenamtliche Initiativen, die gesellschaftliche Teilhabe, Chancengerechtigkeit und demokratischen Zusammenhalt konkret fördern. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr das Familiengrundschulzentrum Sonnenstraße, die Schule am Eller Forst, „JumPeers“ der Diakonie Düsseldorf, „XChange“ des AVP e.V. sowie „resis.dance“ des zakk. 

So unterschiedlich die Projekte sind, verbindet sie ein gemeinsames Prinzip: Sie schaffen Räume, in denen Menschen einander begegnen, Vertrauen entwickeln und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen können. Demokratie wächst dort, wo Beteiligung möglich wird und Vielfalt als gemeinsame Stärke erlebt wird. 

Dass die Preisverleihung selbstbewusst als Ort der Begegnung gestaltet wurde, unterstrich diesen Gedanken eindrucksvoll. Neben der Würdigung des ehrenamtlichen Engagements bot sie Gelegenheit zum Austausch, zum Kennenlernen und zur Vernetzung – zentrale Voraussetzungen für unsere offene Stadtgesellschaft. Organisiert von dem Kommunalen Integrationszentrum gemeinsam mit dem Stadtkollektiv|Düsseldorfer Schauspielhaus. 

Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Projekten bietet die Pressemitteilung der Landeshauptstadt Düsseldorf zum Integrationspreis 2026

https://www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst-einzelansicht/pld/integrationspreis-2026-jury-zeichnet-projekte-fuer-demokratischen-zusammenhalt-aus